Aus der Arbeit
An dieser Stelle möchten wir Sie in Zukunft ein wenig an der Arbeit des Stadtarchivs
teilhaben lassen.
Augenblicklich wird ein kleiner Fotobestand bearbeitet, den wir zunächst
als “Kriegsschadensaufnahmen” klassifiziert haben. Es handelt sich
um einen DIN-A-4-Stehordner mit Negativen und Abzügen, wobei Negative und
Abzüge nicht immer identisch sind. Insgesamt liegen 29 Filme mit ca. 400
Aufnahmen aus dem Zeitraum 1947/48 bis 1950 vor. Die Herkunft des Ordners
wirft eine Reihe von Fragen auf. Anhand einer beigehefteten Bestandsverzeichnung,
die allerdings nicht immer korrekt ist, muss unzweideutig davon ausgegangen
werden, dass es sich um einen Ordner städtischer Herkunft aus dem Bereich
“Lichtbildarchiv der Stadt Gladbeck” handelt. Allerdings wurde der Ordner
im Frühjahr 2002 aus nichtstädtischem Bestand geborgen. Die Fotografie kann
also als zwischenzeitlich verschollen, nun wieder aufgetaucht gewertet werden.
Seit Anfang Mai 2005 befindet sich der Bestand “Kriegsschadensaufnahmen”
in Bearbeitung. Negative und Abzüge werden gescannt, zugeordnet, mit der
überlieferten Liste abgeglichen und auf Korrektheit überprüft. Außerdem wird
von jedem Motiv ein Ausdruck angefertigt, wodurch ein benutzerfähiges “Fotoalbum”
entsteht. Die digitalen Dateien werden schließlich auf CD-ROM abgelegt und
gesichert. Drei Motive aus dem Bestand geben einen Einblick in den historischen
Wert der Aufnahmen. Sie zeigen einen Aspekt der Auswirkungen des Zweiten
Weltkriegs auf Gladbeck, sie zeigen unmittelbare Lebensbedingungen der Nachkriegszeit
und geben nochmals den Blick frei auf die Stadtgestalt und Architektur der
Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg.