Neu!
Ab sofort steht Ihnen als kleines Seh- und
Hörbeispiel ein neun Minuten langer Auszug aus dem Video
“... am besten ist, wenn man es vergisst, aber kann man
nicht.” Selma Wind, Hanni Berwald und Miriam Yedidia –
Erinnerungen an Gladbeck aus Israel auf der Website des
Stadtarchivs zu Verfügung.
Sie finden die Sequenz unter dem Navigationspunkt (linke
Spalte) “Lehren und lernen” und dann “Materialien”.
Das Video hat eine Gesamtspielzeit von 61 Minuten. Sie
können es im Stadtarchiv oder der Stadtbücherei ausleihen
(als Video oder DVD).
Gladbeck, den 27. März 2007
Vorstellen könnt ihr euch...
Im Dezember 2005 erschienen: Christine Schönebeck
(Hg.): Vorstellen könnt ihr euch den Krieg gar nicht, so
schrecklich ist der. Die Feldpost des Gladbecker Schülers
Franz Küster an seine Eltern (1915-1918), Gladbeck 2005,
Prowiss-Verlag, ISBN 3-9810297-0-4
Der Kraftakt
Soeben erschienen:
Der Kraftakt: Kommunale Gebietsreform in
Nordrhein-Westfalen, hg.v.d. Präsidentin des Landtags
NRW, Düsseldorf 2005. Darin u.a.: Rainer Weichelt:
"Glabotki is nich" - Das Fallbeispiel Gladbeck.
Kommunale Neugliederung im Ruhrgebiet am Beispiel des
Raums Gladbeck/Bottrop/Kirchhellen - Verlauf und
Ergebnisse, S. 149-202. Das Buch kann für 5 € beim
Landtag NRW bestellt werden. (Tel.: Pressestelle
0211/884-0 oder
email@landtag.nrw.de
)
Deutschlands bekannteste Fernseh-Mutter erforscht das
Geheimnis ihrer Familie auch im Stadtarchiv Gladbeck
Mit Marie-Luise Marjan, den meisten Menschen als
“Mutter Beimer” aus der Lindenstraße bekannt, startet die
ARD am Montag, den 31. März 2008, um 21.00 Uhr
unter dem Titel “Das Geheimnis meiner Familie” eine
vierteilige Serie mit Prominenten auf der Suche nach
ihren Vorfahren.
Frau Marjan trägt sich in das Goldene
Buch
der Stadt Gladbeck ein
Marie-Luise Marjans Suche nach dem Vater, die
Mutter lebte in Gladbeck-Brauck an der Herzogstraße
(heute Grünewaldstraße), begann im Gladbecker
Stadtarchiv. Ein kleiner Hinweis aus den Gladbecker
Meldeunterlagen führte sie nach zahlreichen weiteren
Stationen zu einem bislang unbekannten Halbbruder - kaum
zu glauben und dennoch wahr! Die ARD-Reportage
dokumentiert die Stationen auf diesem Weg.
Frau Marjans spannende Suche nach familiären Wurzeln ist
deshalb ein anschauliches Beispiel dafür, wie
Familienforschung funktioniert und wohin sie führen
kann.
In weiteren 45-minütigen Reportagen werden an den
nachfolgenden Montagen Armin Rohde (auch geboren in
Gladbeck), Peter Maffay und Christine Neubauer auf der
Suche nach dem “Geheimnis der Familie” begleitet.
Stadtgeschichte kommt gut an
Die “Geschichte der Stadt Gladbeck” war im
vergangenen Jahr das meistausgeliehene Sachbuch in der
Stadtbücherei. Dies vermeldete Büchereileiter Uwe von der
Weppen bei der Vorstellung der Jahresstatistik. Eine
tolle Sache, zeigt es doch, dass Gladbeckerinnen und
Gladbecker sich für Ihre Stadt interessieren. Immerhin
konnten eine Reihe von Bestsellern bei den Ausleihzahlen
nicht mithalten.
Das Buch, im Spätsommer 2004 erschienen, bietet auf
128 Seiten einen Überblick zur Geschichte Gladbecks von
den Anfängen bis in unsere Zeit. Es ist ebenso geeignet
für den Schulunterricht wie für all diejenigen, die sich
mit der Geschichte Gladbecks in einem ersten Überblick
beschäftigen wollen. Karten, Pläne, Statistiken und
zahlreiche Fotos runden die Texte ab und bieten visuelle
Einblicke in die Gladbecker Geschichte. Das Buch kann in
der Stadtbücherei ausgeliehen werden, ist aber auch im
Buchhandel käuflich zu erwerben.
Rainer Weichelt: Geschichte der Stadt Gladbeck,
Gudensberg-Gleichen 2004
Gladbeck, den 30. Juli 2007
Quelle zur Geschichte der Juden in Gladbeck
Über das Schicksal der jüdischen Familie Kaufmann
aus Gladbeck in der Zeit von 1933 bis 1938 berichtete der
Schulfunk des WDR in der Sendereihe “Wie es war” am 26.
Juni 1969. Der älteste Sohn der Familie, der sich nach
Palästina retten konnte, schildert in dem knapp
20-minütigen Hörspiel seine Erfahrungen mit der
nationalsozialistischen Rassenpolitik.
Eine Kopie der Sendung auf CD kann für Lehr- und
Lernzwecke im Stadtarchiv Gladbeck ausgeliehen werden.
Eine kurze Hörprobe von “Wie es war. Eine jüdische
Familie in Gladbeck, WDR-Schulfunk, 26. Juni 1969” können
Sie
hier
hören.
25.06.2007
Recherche am PC für Benutzer im Stadtarchiv möglich
Ab sofort steht Benutzerinnen und Benutzern des
Stadtarchivs im Leseraum ein Computer für die Suche in
den Findmitteln zur Verfügung.
Recherchiert werden kann in ausgesuchten Datenbanken,
u.a. in den Beständen I, A-C, die den Kern der
Aktenüberlieferung zur Geschichte Gladbecks von 1885 bis
1945 bilden.
Weiterhin sind für Benutzerinnen und Benutzer bereits
auch Fotobestände frei geschaltet, so z.B. ein Teil der
Postkartensammlung des Stadtarchivs mit über 800
Motiven.
Archivbenutzer bei der Recherche
Die Bedienung der Software “Augias-Archiv” (siehe
Foto) wird durch ein Erläuterungsblatt erklärt.
Selbstverständlich stehen die traditionellen Hilfsmittel
wie Findbücher und Karteien auch weiterhin zur Verfügung.
Dickes Lob für Veröffentlichung aus dem Gladbecker
Stadtarchiv
Auszug aus der Rezension von Frank Gerlich,
erschienen in der “Militärgeschichtlichen Zeitschrift
2/2006”, hg.v. Militärgeschichtlichem Forschungsamt in
Potsdam:
“ ... Clara Küster hat Feldpostbriefe ihres älteren
Sohnes aufgehoben, die der jüngere Bruder Hermann
übernahm und kurz vor seinem Tod 1997 an eine seiner
Nichten übergab. Franz ging es nicht darum, den
Soldatenalltag tagebuchartig festzuhalten. In seinen
Briefen, geschrieben in Sütterlinschrift und
transkribiert von Christine Schönebeck, thematisierte er
vielmehr die Lebensmittelversorgung, sein Verhältnis zu
den anderen Soldaten und Offizieren sowie die Formung
seines Selbstbildes. Der Leser erfährt Franzens
Erwachsenwerden und seine innerliche Wende vom naiven
Patrioten zum Kriegsrealisten. “Die Feldpost des
Gladbecker Schülers Franz Küster” ist eo ipso
Autobiografie in Briefform. Indem Christine Schönebeck in
ihrer Einführung den Bezugsrahmen und Deutungskontext der
Feldpost aufzeichnet — die Kriegsgesellschaft daheim in
Gladbeck — liefert das Buch Militärgeschichte als
Gesellschaftsgeschichte vor Ort. Die Bilddokumente im
dritten Teil des Buches sind eine Sehenswürdigkeit und
lohnenswertes Studienmaterial. Ich schließe mich der
Empfehlung des Gladbecker Stadtarchivars an: Jeder
einzelne Leser möge und ganze Schulklassen mögen die
Briefe des Franz Küster mit Gewinn lesen.”
Im Stadtarchiv und in jeder Buchhandlung in und außerhalb
von Gladbeck zu kaufen: “Vorstellen könnt ihr euch den
Krieg gar nicht, so schrecklich ist der.” Die Feldpost
des Gladbecker Schülers Franz Küster an seine Eltern
(1915-1918). Hrsg. von Christine Schönebeck, Gladbeck:
Prowiss-Verl. 2005, 192 S., EUR 12,80, ISBN
3-9810297-0-4
Stadtarchiv
Das Gedächtnis einer Gesellschaft besteht aus einer
Vielzahl von
Archiven. In Anlehnung
an die Definition in der neuesten
Brockhaus-Enzyklopädie erscheint folgende
Umschreibung angemessen:
Archive (griech. arché: Anfang, Ursprung, Herrschaft,
auch Behörde, Amtsstelle) sind Einrichtungen, deren
Aufgabe die systematische Übernahme, Erfassung,
Ordnung, dauerhafte Aufbewahrung und Erschließung von
Schrift-, Bild- und Tonträgern sowie elektronischer
Speichermedien aus öffentlichen Dienststellen,
anderen Institutionen (Verbände, Unternehmen) oder
von Einzelpersonen ist.
nach: Reimann, Norbert (Hg.): Praktische Archivkunde,
Münster 2004, S. 20.
Im kommunalen Rahmen haben die Stadt- oder
Gemeindearchive die Aufgabe übernommen, wichtige Akten,
Urkunden und Dokumente zur Geschichte der Menschen und
des Gemeinwesens zu bewahren und zu erschließen.
ist eine junge Stadt. Deshalb reichen die Anfänge
des Stadtarchivs noch nicht weit zurück. Erst in den
1920er Jahren wurde allmählich, aus der
Heimatgeschichtsbewegung resultierend, ein historisches
Archiv aufgebaut. Erster Archivpfleger wurde 1938 Dr.
Ludwig Bette.
Einen weiteren Impuls zum Auf- und Ausbau des
Stadtarchivs nach der NS-Zeit gab Gladbecks damaliger
Oberstadtdirektor Hans Boden zu Beginn der 1950er Jahre.
Er regte die konsequente Entwicklung eines auf den
Altakten der Stadtverwaltung beruhenden Archivs an.
Erster hauptamtlicher Leiter wurde Dr. Herbert
Kösters.
Heute hat das Stadtarchiv Gladbeck drei Kernaufgaben:
- Herstellung von Rechtssicherheit
- Bewahrung des kulturellen Erbes
- Förderung der historisch-politischen Bildung vor
Ort
Das Stadtarchiv besitzt auch Nachlässe, Partei- und
Vereinsunterlagen, ein umfangreiches Foto- und
Medienarchiv sowie diverse Sammlungen. Näheres entnehmen
Sie dem Menupunkt Historisches Archiv/ Beständeübersicht.
Das Stadtarchiv beteiligt sich aktiv an der Erforschung
der Stadtgeschichte und vermittelt einer breiten
Öffentlichkeit historisches Wissen. Es steht allen
Interessierten offen, die fachkundig beraten werden
wollen.
Die Aufgaben des Stadtarchivs sind durch das
Archivgesetz des Landes
Nordrhein-Westfalen Die
Archivgesetze des Bundes und der Länder regeln die
Archivierung von Unterlagen der Stellen des Bundes
bzw. der Länder sowie die Organisation des jeweiligen
Archivs. Voraussetzung für die Aufnahme von
Unterlagen (Akten, Schriftstücke, Karten, Pläne sowie
Träger von Daten-, Bild-, Film-, Ton- und sonstigen
Aufzeichnungen) in ein Archiv ist, dass die
Unterlagen von bleibendem Wert sind, d. h. dass ihnen
bleibender Wert für die Erforschung oder das
Verständnis der deutschen Geschichte, die Sicherung
berechtigter Belange der Bürger oder die
Bereitstellung von Informationen für Gesetzgebung,
Verwaltung oder Rechtsprechung zukommt und eine
Offenbarung nicht gegen das Brief-, Post- oder
Fernmeldegeheimnis verstoßen würde.
aus dem Jahr 1989 und durch entsprechende
Beschlüsse von Rat und Verwaltung der Stadt Gladbeck
festgelegt.
Das Stadtarchiv Gladbeck und die Französische
Revolution
Die Geschichte der öffentlich zugänglichen Archive
beginnt mit der Französischen Revolution. Bis dahin waren
alle Archive immer Herrschaftsarchive, in denen die Taten
der Herrscher bewahrt wurden.
Mit dem 7. Messidor des Jahres II (25. Juni 1794) wurde
dies anders: der französische Nationalkonvent
verabschiedete ein Dekret, das jedem Bürger die Benutzung
staatlicher Archive garantierte. Dies war, wenn sie so
wollen, die Proklamation des “archivischen
Menschenrechts” (FAZ, 7.7.1994).
Im Kern war dies ein wahrhaft revolutionärer Beschluss.
Mit einer Jahrtausende alten Tradition wurde gebrochen
und jedem Bürger wurde das Recht zugesprochen, Herrschaft
durch Aktenstudium in den Archiven nachträglich
kontrollieren zu können.
Das Archivverständnis in allen westlichen Demokratien
basiert auf diesem Gedanken. Demokratie ist deshalb ganz
eng mit dem Archivwesen und der sich seit dem 19.
Jahrhundert entwickelnden wissenschaftlichen
Geschichtsschreibung verbunden.
Und dennoch heißt das nicht, dass jeder alles und zu
jeder Zeit einsehen darf und kann. Neben das Recht auf
öffentliche Benutzung treten Datenschutzbestimmungen, die
die Persönlichkeitsrechte von Betroffenen schützen
sollen.
Als Faustregel gilt heute: personenbezogene Akten und
Dokumente sind mindestens 50 Jahre nach Schließung des
Vorgangs für die uneingeschränkte Benutzung gesperrt
(Forschung unter Spezialauflagen ausgenommen). Für
Sachakten gilt eine Sperrfrist von 30 Jahren.
Aber grundsätzlich gilt: staatliche Archive sind für jede
Bürgerin und jeden Bürger zugänglich und damit
benutzbar.
Neben den allgemeinen Gesetzen und der gültigen
Rechtsprechung zur Auslegung der Gesetze regelt die
Benutzungsordnung für
das Archiv der Stadt Gladbeck alle weiteren Fragen.